Brasiliens Wirtschaft nach Olympia

Viele Pläne und wenig Innovation in der Regierung Michel Temer nach Rousseffs Amtsenthebung – warum es dennoch wieder aufwärts gehen kann

President Michel Temer in Brasília. Gespräche über Public Private Partnership Foto: Carolina Antunes/PR

President Michel Temer in Brasília. Gespräche über Public Private Partnership Foto: Carolina Antunes/PR

Während der Olympischen Spiele machte Michel Temer Schlagzeilen mit Pfiffen bei der Eröffnungsfeier und Demonstrationen gegen ihn auf der Straße. Jetzt macht sich der Präsident an seine Pläne für die Wirtschaft. Temer genießt unter Ökonomen mehr Vertrauen als die Präsidentin der Arbeiterpartei Dilma Rousseff, die Ende August ihres Amtes enthoben wurde. Doch zweifelt unter Experten  so mancher an den Vorschlägen Temers und deren Durchschlagkraft. Weiterlesen

Musikalische Mittagspause in Rio de Janeiro

Baile do Meio Dia, Centro Cultural Carioca, Rio de Janeiro Foto: B. C. Kirchner

Baile do Meio Dia, Centro Cultural Carioca, Rio de Janeiro Foto: B. C. Kirchner

Freitagmittag  geht so mancher Angestellte im Zentrum von Rio de Janeiro in der Mittagspause statt in die Bar auf ein Sandwich ins Centro Cultural Carioca zum Tanzen. Wenn dann um  15 Uhr Schluss ist, sind alle völlig verschwitzt – aber glücklich. Zwei Stunden lang haben Sekretärinnen, Anwälte, Bauarbeiter und Hausfrauen nonstop getanzt, dann geht es wieder ins Büro zurück, fast alle arbeiten hier in der Nähe. Der „Baile do Meio Dia“ (Mittagstanz) ist seit über zehn Jahren ein fester Treffpunkt für Eingeweihte im Zentrum nahe des Praça Tiradentes.

Freitagmittag Paartanz für alle

Jeden Freitag kann jeder, der Lust hat, in die Tanzschule „Centro Cultural Carioca“ zum Tanzen kommen. Getanzt wird Forró aus dem Nordosten Brasiliens, aber auch Bolero, Zouk oder Lambada – Paartanz in all seinen Facetten. Weiterlesen

„Medaille“ für Maria da Penha aus der Favela, die Olympia2016 weichen musste

Medaille für Maria da Penha Foto: Rio bewegt uns

Medaille für Maria da Penha Foto: Rio bewegt uns

In der Favela Autódromo lebten 600 Familien über 40 Jahre lang friedlich zusammen, doch sie lag just auf der Zufahrtsstraße zum Olympischen Dorf, deshalb mussten nahezu alle Bewohner der comunidade (Gemeinschaft) weichen. Maria da Penha, Ikone des Widerstands wurde vom Aktionsbündnis „Rio bewegt. Uns.“ mit der „Medaille der Werte“ ausgezeichnet.

Insgesamt wurden rund 77.000 Menschen im Zuge der Olympischen Spiele und der Fußball-WM vor zwei Jahren in Rio de Janeiro umgesiedelt. (Lesen Sie hierzu)

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