IWF: Lockere Geldpolitik der Industriestaaten könnte Real in Brasilien weiter aufwerten

imagesDer Internationale Währungsfonds (IWF) sieht in der Fixierung der Notenbanken westlicher Industriestaaten auf zu niedrige Zinsen, die Gefahr einer übermäßigen Aufwertung der Währungen in Schwellenländern. Die großen Notenbanken wie amerikanische Fed, die EZB, die Bank of Japan und die Bank of England setzen auf niedrige Zinsen, um die Wirtschaft weiter anzukurbeln. Sie wollen damit eine gefährliche Abwärtsspirale aus fallenden Preisen, sinkenden Löhnen und stockenden Investitionen abwenden, die beispielsweise Japans Wirtschaft lange Zeit am Boden hielt.

Negativ-Zinsen in Industrie-Staaten lockt Kapital in Schwellenländer

Sollten die Zentralbanken ihre Strategie der lockeren Geldpolitik weiterverfolgen, könne dies die Kapitalströme in die aufstrebenden Volkswirtschaften weiter anschwellen lassen.

Der IWF steht diesem Phänomen skeptisch gegenüber: „Damit tragen sie auch zu einer übermäßigen Aufwertung der Währungen bei.

Die FED hatte zuletzt angekündigt, eine Straffung der Geldpolitik einzuleiten, viele Experten gehen aber davon aus, dass der Schritt erst nächstes Jahr ernsthaft ins Auge gefasst wird, andere rechnen bereits im Dezember mit.

Der brasilianische Leitzins Selic  mit 14,25 Prozent der höchste der Welt

 

Ilan Goldfajn Foto: Marcelo Camargo/Agência Brasil

Ilan Goldfajn Foto: Marcelo Camargo/Agência Brasil

„Für Schwellenländer ist das eine günstige Periode“, sagt hingegen Ilan Goldfajn, Präsident der brasilianischen Zentralbank, in einem Interview mit dem Wall Street Journal“ diese Woche. 

Foto: Screenshot forbes.com

Foto: Screenshot forbes.com

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Über Beate C. Kirchner

Freie Journalistin, Themenschwerpunkt: Brasilien – Wirtschaft, Politik, Umwelt, indigene Gemeinschaften und auf Anfrage

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