MC Soffia, Power-Rapperin mit 12

MC SoffiaBei der Eröffnungsfeier zu den Olympischen Spielen 2016 vergangenen Freitag war  MC Soffia, so ihr Künstlername, aus São Paulo mit ihren 12 Jahren die jüngste Musikerin. Ihre zum Teil selbst komponierten Raps transportieren Power für afrobrasilianische Frauen. Die Songtexte haben die Geschichte der Sklaverei in Brasilien zum Inhalt und handeln von Rassismus in Brasilien.

Ihr Lied „Kleines schwarzes Mädchen“ handelt davon, dass sie lieber schwarze Puppen haben möchte als die, wenn auch noch so coolen, Barbies. Mehr schwarze Prinzessinen wünscht sich MC Soffia. Weiterlesen

Die besten Guides für Rio de Janeiro

In die Natur mit Monika Glaesel Silva

Monis Brasilien TourMonika-GläselSilvaMonika Glaesel Silva arbeitet mit großer Begeisterung als offizielle, deutsche Reiseleiterin und Reisebegleiterin in Brasilien.

Mit Moni geht es entweder auf eine klassische Tour durch das Zentrum von Rio de Janeiro, auf Wandertour in die Gärten über der Favela Babilônia oder auf Öko-Tour zu den Kaimanen im Parque Chico Mendes sowie nach Prainha in den Naturpark der Faultiere.Daneben führt sie auch Gruppen zu den Naturhighlights wie in den Nationalparks Chapada Diamantina im Bundesstaat Bahia. Weitere Infos auf der Website http://reiseleitungbrasilien.npage.de

Monika Gläsel Silva unternimmt Führungen in deutscher Sprache. Zu buchen unter guiamonika@hotmail.com. Weiterlesen

Wer ist eigentlich Michel Temer?

 

©Beto Barata:PR

Foto: Beto Barata/PR

Während der fast dreieinhalbstündigen Eröffnungsfeier war vom brasilianischen Interimspräsidenten nichts zu hören und zu sehen. Sein einziger Auftritt dauerte acht Sekunden – als er die Olympischen Spiele 2016 offiziell eröffnete – und da war er wegen des lauten Pfeifkonzerts der Besucher im Maracana-Stadion eigentlich auch nicht zu hören. Warum mögen den Politker eigentlich so viele Brasilianer nicht?
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Chico Buarque singt Hymne des Widerstands gegen die Diktatur bei Besetzung in Rio

 

Chico Buarque Foto: Screenshot Folha de S.Paulo

Chico Buarque Foto: Screenshot Folha de S.Paulo

„Apesar de voce“ –„Dir zum Trotz“ heißt das Lied gegen die Militärdiktatur in Brasilien  (1964–1985) , mit dem der brasilianische Bossa-nova-Poet Chico Buarque auf einer politischen Besetzung in Rio  am Freitag aufgetreten ist. Diesmal münzte die brasilianische Musiker-Ikone den Song gegen Interimspräsidenten Michel Temer.  „Fora Temer“ („Raus Temer“) ist das Motto der politischen Besetzung. Weiterlesen

Copacabana: Suppe mit Zahnwehkraut

Restaurant Arataca Foto: B.-C. Kirchner

Restaurant Arataca Foto: B.-C. Kirchner

Der Wirt Acir Rodriguez ist seit mehr als 60 Jahren in Rio, und seit mehr als 60 Jahren hat er kaum etwas am Interieur seines Lokals verändert. Original wie in einem Lebensmittelladen im Amazonas sind Maniokmehl und Destillate aus der Heimat im Bundesstaat Pará in den Regalen aufgereiht, jede Menge exotische Fruchtsäfte sind im Angebot. Viele der Lebensmittel aus dem Amazonas sind bekannt für ihre medizinischen Eigenschaften, die Indios sind meist eng mit der Natur verbunden und heilen Krankheiten nur mit natürlichen Mitteln. Weiterlesen

Generalprobe für die Eröffnungsfeier

Feministische Rapperin Karol Conka, Foto: PR

Feministische Rapperin Karol Conka, Foto: PR

Heute fand im Maracana-Stadion im Norden der „Cidade Maravilhosa“ , der wunderbaren Stadt, die Generalprobe für die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 2016 statt. Alle Künstler, die morgen bei der Eröffnungsfeier ab 20 Uhr Ortszeit (1 Uhr nachts in Europa) auftreten werden, waren vor Ort. Brasilien wird sich musikalisch mit großer Vielfalt präsentieren: Von Música Popular Brasileira (kurz MPB) , wie man heute die Popmusik aus Brasilien nennt, über Samba und Funk. Caetano Veloso und Gilberto Gil werden dabei sein, ebenso wie die feministische Rapperin Karol Conka. Weiterlesen

Top-Panorama: Die Gipfel von Babilônia

Aussicht von der Favela Babilônia Foto: Alexandre Macieira

Aussicht von der Favela Babilônia Foto: Alexandre Macieira

Babilônia ist mittlerweile in ganz Brasilien berühmt, schließlich war die Favela 2015 Schauplatz in der gleichnamigen Telenovela und täglich gaben sich Arme, Reiche, Schöne und Skrupellose ein Stelldichein. Am oberen Ende der Favela führt ein treppenähnlicher Pfad in den dicht bewachsenen Teil des „Morro“. Der Hügel wurde im Rahmen eines Wiederaufforstungsprojekts vollständig neu bepflanzt, über 200.000 Bäume wurden eingesetzt, auf 60 Hektar blühen nunmehr die Gärten von Babilônia wieder auf. Schon der Weg nach oben ist ein Erlebnis. Gelegentlich entdeckt man Tukane, häufig kleine Äffchen, man stößt sogar auf historische Monumente. Weiterlesen

Ein Riesenpool fürs Volk in Rio de Janeiro

Riesenpool von Ramos/Tárcia Oreste/Catraca-Livre.png

Riesenpool von Ramos/Tárcia Oreste/Catraca-Livre.png

Sage und schreibe 26.000 Quadratmeter Fläche hat der Schwimming-Pool, den die Regierung des Staates Rio de Janeiro 2001 den Bewohnern in der ärmeren Gegend im Norden Rio de Janeiros  spendiert hat. Die schicken Strände an der Copacabana und Ipanema liegen schließlich im fernen Süden der Stadt. 30 Millionen Liter gereinigtes Meerwasser passen in das Megaschwimmbecken hinein, das direkt neben dem Strand liegt. Der ist aber seit Jahrzehnten so verschmutzt, dass dort wirklich niemand baden kann. Weiterlesen

Kein Stopp für Olympia-U-Bahn in Rio de Janeiro

U-Bahn-Linie 4 von Ipanema zum Olympiapark Foto:Screenshot "Bom dia Rio"

U-Bahn-Linie 4 von Ipanema zum Olympiapark Foto:Screenshot „Bom dia Rio“

Die Bauten aller Olympia-Stätten sind abgeschlossen, was drei Wochen vor der Eröffnungsfeier fehlt, ist der Transport. Die Linie 4 soll vom legendären Strand von Ipanema bis nach Barra da Tijuca, wo sich die meisen Olympia-Austtragungsorte befinden,  in 35 Minuten fahren, bis jetzt braucht man zur Hauptverkehrszeit auf der Straße bis zu vier Stunden. Erst vor knapp einem Monat wurde die Finanzierung zur Beendigung der Bauarbeiten  mit Hilfen einer Finanzspritze des Bundesstaats bereitgestellt.

Diesen Sonntag wurde nun die vorletzte Haltestelle „Antero de Quental“ im Stadtteil Leblon eröffnet. Weiterlesen

Nach Nizza: Sicherheitskonzept für Olympia wird verschärft

Foto: Agência Espacial Brasileira/divulgação, Quelle: www.brasil.gov.br

Foto: Agência Espacial Brasileira/divulgação, Quelle: http://www.brasil.gov.br

Nach dem Attentat in Nizza   ist die Besorgnis des brasilianischen Regierung bezüglich der Sicherheit während der olympischen Spiele gestiegen. Der Chef des Sicherheits-
kabinetts (Gabinete de Segurança Institucional, GSI) Sergio Westphalen Etchegoyen sprach von einer Revision des Sicherheitskonzepts für die Zeit vom Start der olympischen Spiele vom 5.8 bis zu Ende der Paraolympics am 16. September.

Interimspräsident Michel Temer beraumt Treffen an

Etchegoyen sagte in einer Pressekonferenz in Brasilia, Brasilien sei bereit für die Olympischen Spiele, informierte aber, dass Interimspräsident Michel Temer für den heutigen Abend ein Treffen anberaumt habe, an dem neben dem Sicherheitskabinett, das Justiz- und Verteidigungsministerium teilnehmen, um rigorosere Sicherheitsmaßnahmen zu besprechen.

Geheimdienstmitarbeiter auf dem Weg nach Paris

Ferner sagte der Kabinettschef gegen über GloboNews, ein Vertreter des brasilianische Geheimdiensts ABIN (Agência Brasileira de Inteligência) sei auf dem Weg nach Paris, um sich mit Kollegen auszutauschen. Präsident Hollande hatte nach dem Attentat den Ausnahmezustand für drei Monate verlängert. Weiterlesen

Die DJ-Schule in der Favela Rocinha

 

DJ-Schule in der Favela Rocinha ©Jorge Vasconcellos

DJ-Schule in der Favela Rocinha ©Jorge Vasconcellos

Zu seinen Schülern gehört der 13-jährige André ebenso wie der 55-jährige Portier Robson. Zezinho, mit bürgerlichem Namen Renato da Silva, unterrichtet zweimal in der Woche von 19 bis 21 Uhr die Sound-Kunst, die auf Festen und Partys zieht, zeigt Neugierigen Loops und Samples. Er selbst ist eingeborener Favela-Bewohner, kam in der Rocinha auf die Welt, sein Vater stammt ursprünglich aus dem Nordosten Brasiliens, seine Mutter ist US-Amerikanerin. Weiterlesen

Brasilien: Neuer Parlamentspräsident

Rodrigo Maia (DEM) Foto: Gustavo Lima/ Fotos publicas (14.7.2016)

Rodrigo Maia (DEM) Foto: Gustavo Lima/ Fotos publicas (14.7.2016)

Brasiliens Unterhaus hat einen neuen Parlaments-
präsidenten gewählt: Rodrigo Maia von den konservativ und wirtschaftsliberalen „Demokraten“ (Democratas, DEM). Maia gilt als Verbündeter von Interims-Präsident Michel Temer.

Vorgänger Cunha war wegen Korruptionsvorwürfen suspendiert

Eduardo Cunha (PMDB, Partei der Brasilianischen Demokratischen Bewegung), maßgeblicher Betreiber des Amtsenthebungsverfahrens gegen die gewählte Präsidentin Brasilien Dilma Rousseff steht unter schwerem Korruptionsverdacht und war vor einer Woche von seinem Amt zurückgetreten. Das Oberste Gericht hatte ihn bereits vor Wochen von seinem Amt suspendiert. Seinen Sitz als Abgeorndetet  behält er jedoch.

Mit Stimmen der Opposition

Der gestern gewählte in Chile geborene Rodrigo Maia – sein Vater César Maia war viele Jahre Bürgermeister von Rio de Janeiro – setzte sich gegen 13 Kandidaten durch und konnte sich bei der zweiten Abstimmung mit 285 Stimmen der 512 Abgeordneten gegen den Kandidaten Rogério Rosso (Partido Social Democrático) durchsetzen. Stimmen erhielt er sowohl aus dem Lager der Opposition sowie der Linken.

Interimspräsident Temer gestärkt

Das Ergebnis wird laut Medienberichten Temers Position im Unterhaus stärken und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Mehrzahl der Senatoren Ende August für die endgültige Amtsenthebung Dilma Rousseffs stimmen wird.

Die Abstimmung im Senat hat eher politischen als juristischen Charakter und die Performance der Interimsregierung gilt als entscheidendes Kriterium für die Stimme der noch Unentschiedenen im Senat.

In den Analysen linker Blogs wurde der Rücktritt Cunhas letzte Woche als politisches Manöver interpretiert.