Amnesty International prangert zunehmende Polizeigewalt an

Foto: Amnesty International
Die Zahl der Fälle tödlicher Polizeigewalt in Rio de Janeiro stieg nach Angaben der Menschenrechtsorganisation in den ersten drei Monaten dieses Jahres um zehn Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Blutige Einsätze der Polizei seien verantwortlich. Laut Amnesty habe die Polizei allein im Stadtgebiet im Jahr 2015 mindestens 307 Menschen getötet. Im Bundesstaat Rio waren es 645 – verglichen mit 580 Toten im Jahr 2014.

Direktor AI Atila Roque Foto: Amnesty International
Die Schützen seien meist nicht zur Rechenschaft gezogen worden, zudem kritisierte Amnesty zunehmend „harten Ansatz beim Vorgehen gegen zumeist friedliche Straßenproteste“.
„In den kommenden 100 Tagen können und müssen die Behörden und die Organisatoren von Rio 2016 viel tun, um sicherzustellen, dass alle öffentlichen Sicherheitseinsätze die Menschenrechte
nicht verletzen“, forderte Brasiliens Amnesty-International-Direktor Atila Roque.