„Die Protagonisten im 21. Jahrhundert im politischen Kampf der Megacities sind Frauen“

© FILMFEST MÜNCHEN 2017

Era o Hotel Cambridge ©FILMFEST MÜNCHEN 2017

Mitten in São Paulo: eine politische Hausbesetzung in einem Ex-Luxus-Hotel mit Flüchtlingen aus aller Welt und brasilianischen Obdachlosen. Der Film „Era o Hotel Cambridge“ (hier die Rezension auf „Diebe der Nacht“ zum Münchener Filmfest 2017) zoomt auf Folgen der Globalisierung in Megacities. Ein Gespräch mit der Regisseurin Eliane Caffé und Szenenbildnerin Carla Caffé über das Making-of, weibliche Führung, Konfliktzonen, die Perspektiven sozialer Bewegungen und den Film im digitalen Zeitalter

Über Flüchtlinge zur politischen Hausbesetzung

Beate C. Kirchner: Ursprünglich wollten Sie einen Film über Flüchtlinge machen.

Eliane_und Carla_Caffé_© FILMFEST MÜNCHEN 2017 : Dominik Bindl

Eliane und Carla Caffé ©FILMFEST MÜNCHEN 2017/Dominik Bind

Eliane Caffé: Als ich die Recherchen für dieses Projekt begann, sollte es eigentlich eine Geschichte mit nur einem Protagonisten werden. Dann habe ich festgestellt, dass viele Geschichten um das Drama der Flüchtlinge in der Presse stehen. Wenn du aber ständig nur Katastrophen über Flüchtlinge hörst, verlierst du irgendwann die Sensibilität, was das Leid eigentlich bedeutet.

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Brasilien: Internationale Investitionen, rigides Sparprogramm und Proteste auf den Straßen

Bildschirmfoto 2016-06-29 um 08.43.16Internationale Konzerne haben von Januar bis August so viel investiert wie in den Boomzeiten des Landes vor zehn Jahren. Das Parlament hat außerdem ein radikales fiskalpolitisches Sparprogramm verordnet. Wird das am Zuckerhut  für Wachstum sorgen? Weiterlesen

IWF: Lockere Geldpolitik der Industriestaaten könnte Real in Brasilien weiter aufwerten

imagesDer Internationale Währungsfonds (IWF) sieht in der Fixierung der Notenbanken westlicher Industriestaaten auf zu niedrige Zinsen, die Gefahr einer übermäßigen Aufwertung der Währungen in Schwellenländern. Die großen Notenbanken wie amerikanische Fed, die EZB, die Bank of Japan und die Bank of England setzen auf niedrige Zinsen, um die Wirtschaft weiter anzukurbeln. Sie wollen damit eine gefährliche Abwärtsspirale aus fallenden Preisen, sinkenden Löhnen und stockenden Investitionen abwenden, die beispielsweise Japans Wirtschaft lange Zeit am Boden hielt.

Negativ-Zinsen in Industrie-Staaten lockt Kapital in Schwellenländer

Sollten die Zentralbanken ihre Strategie der lockeren Geldpolitik weiterverfolgen, könne dies die Kapitalströme in die aufstrebenden Volkswirtschaften weiter anschwellen lassen. Weiterlesen

Brasiliens Wirtschaft nach Olympia

Viele Pläne und wenig Innovation in der Regierung Michel Temer nach Rousseffs Amtsenthebung – warum es dennoch wieder aufwärts gehen kann

President Michel Temer in Brasília. Gespräche über Public Private Partnership Foto: Carolina Antunes/PR

President Michel Temer in Brasília. Gespräche über Public Private Partnership Foto: Carolina Antunes/PR

Während der Olympischen Spiele machte Michel Temer Schlagzeilen mit Pfiffen bei der Eröffnungsfeier und Demonstrationen gegen ihn auf der Straße. Jetzt macht sich der Präsident an seine Pläne für die Wirtschaft. Temer genießt unter Ökonomen mehr Vertrauen als die Präsidentin der Arbeiterpartei Dilma Rousseff, die Ende August ihres Amtes enthoben wurde. Doch zweifelt unter Experten  so mancher an den Vorschlägen Temers und deren Durchschlagkraft. Weiterlesen

Proteste gegen Amtsenthebung von Dilma Rousseff in Brasilien

Suspendierte Präsidentin Dilma Rousseff Foto: www2.planalto.gov.br_PR

Suspendierte Präsidentin Dilma Rousseff Foto: www2.planalto.gov.br_PR

Am heutigen Mittwoch, den 31.8.2016 soll die endgültige Entscheidung im Senat fallen, stimmen zwei Drittel der Senatoren für die Amtsenthebung der gewählten Präsidentin Dilma Rousseff, wird ihr Stellvertreter Michel Temer offiziel die Amtsgeschäfte bis um Ende der Legislaturperiode 2018 übernehmen.

Vor dem Palácio da Alvorada, der Residenz der brasilianischen Präsidenten, protestieren während im Senat die Abstimmung stattfindet, Menschen gegen das Verfahren. In den vergangenen Tagen hatte es in Brasilia sowohl Kundgebungen für als auch gegen die gewählte Präsidentin gegeben.

 

Proteste gegen Amtsenthebungsverfahren von Dilma Rousseff. Foto: Midia NINJA

Proteste gegen Amtsenthebungsverfahren von Dilma Rousseff in Brasilia. Foto: Midia NINJA

Gestern  fanden in den Städten Rio de Janerio und São Paulo, Bel Horizonte  und Brasilia größere Kundgebungen statt.  Die Demonstraten nannten die Amtsenthebung „golpe“ ( Staatsstreich). Einige der Teilnehmer setzten in São Paulo Barrikaden in Brand. Die Polizei reagierte mit Tränengas.

Am Montag hatte sich die suspendierte brasilianische Präsidentin vor dem Senat in einer über 40-minütigen Rede verteidigt.  Ihre Absetzung gilt allerdings  als so gut wie sicher.

Rousseff  wird vorgeworfen, sie habe Bilanztricksereien begangen, Staatsausgaben geschönt, Sonderausgaben per Dekret am Haushalt vorbeigewinkt zu haben „Crime de Responsabilidade“, „Verantwortungsverbrechen“ lautet die Anklage.

Rousseff erklärte, sie sei unschuldig, ihren Gegnern wirft sie vor, sie hätten einen kalten Putsch gegen sie inszeniert, juristisch sei die Anklage haltlos. In der Tat wird Rousseff keine persönliche Bereicherung vorgeworfen, anders verhält es sich bei vielen brasilianischen Politikern: Gegen etwa 60 Prozent der 594 Mitglieder von Abgeordnetenhaus und Senat liegen Anklagen oder Ermittlungen vor, bis hin zu einem Mordverdacht.

Viele sind im Zusammenhang mit dem Petrobras-Skandal angeklagt, unter ihnen der ehemalige Staatspräsidenten Luiz Inácio Lula da Silva – Vertrauter und Mentor von Rousseff, der der Korruption und der Geldwäsche beschuldigt wird.

©Beto Barata:PR

Proteste gegen Amtsenthebungsverfahren von Dilma Rousseff in Brasilia. Foto: Midia NINJA

Auch Interimspräsident Temer ist einer von ihnen. Wird Rousseff endgültig Ihres Amtes enthoben, wird Temer bis 2018 die Regierungsgeschäfte führen – ohne Wahl. auch er ist in der Bevölkerung äußest unbeliebt.

In ihrer Rede bezog sich Rousseff explizit auf den radikalen Kurswechsel, den ihr einstiger Vize vollzogen hat, als er mit seiner Partei PMDB die Regierungsgeschäfte kommissarisch übernommen hatte, den Kurs, den die Arbeiterpartei eingeschlagen hatte mit Sozialprogrammen und Wohnungsförderung will Teuer nicht mehr beschreiten. Einen „Verräter“ nennt sie ihn. „Fora Temer“ („Temer raus“) rufen die Demonstranten.

Top-Panorama: Die Gipfel von Babilônia

Aussicht von der Favela Babilônia Foto: Alexandre Macieira

Aussicht von der Favela Babilônia Foto: Alexandre Macieira

Babilônia ist mittlerweile in ganz Brasilien berühmt, schließlich war die Favela 2015 Schauplatz in der gleichnamigen Telenovela und täglich gaben sich Arme, Reiche, Schöne und Skrupellose ein Stelldichein. Am oberen Ende der Favela führt ein treppenähnlicher Pfad in den dicht bewachsenen Teil des „Morro“. Der Hügel wurde im Rahmen eines Wiederaufforstungsprojekts vollständig neu bepflanzt, über 200.000 Bäume wurden eingesetzt, auf 60 Hektar blühen nunmehr die Gärten von Babilônia wieder auf. Schon der Weg nach oben ist ein Erlebnis. Gelegentlich entdeckt man Tukane, häufig kleine Äffchen, man stößt sogar auf historische Monumente. Weiterlesen

Ein Riesenpool fürs Volk in Rio de Janeiro

Riesenpool von Ramos/Tárcia Oreste/Catraca-Livre.png

Riesenpool von Ramos/Tárcia Oreste/Catraca-Livre.png

Sage und schreibe 26.000 Quadratmeter Fläche hat der Schwimming-Pool, den die Regierung des Staates Rio de Janeiro 2001 den Bewohnern in der ärmeren Gegend im Norden Rio de Janeiros  spendiert hat. Die schicken Strände an der Copacabana und Ipanema liegen schließlich im fernen Süden der Stadt. 30 Millionen Liter gereinigtes Meerwasser passen in das Megaschwimmbecken hinein, das direkt neben dem Strand liegt. Der ist aber seit Jahrzehnten so verschmutzt, dass dort wirklich niemand baden kann. Weiterlesen

Kein Stopp für Olympia-U-Bahn in Rio de Janeiro

U-Bahn-Linie 4 von Ipanema zum Olympiapark Foto:Screenshot "Bom dia Rio"

U-Bahn-Linie 4 von Ipanema zum Olympiapark Foto:Screenshot „Bom dia Rio“

Die Bauten aller Olympia-Stätten sind abgeschlossen, was drei Wochen vor der Eröffnungsfeier fehlt, ist der Transport. Die Linie 4 soll vom legendären Strand von Ipanema bis nach Barra da Tijuca, wo sich die meisen Olympia-Austtragungsorte befinden,  in 35 Minuten fahren, bis jetzt braucht man zur Hauptverkehrszeit auf der Straße bis zu vier Stunden. Erst vor knapp einem Monat wurde die Finanzierung zur Beendigung der Bauarbeiten  mit Hilfen einer Finanzspritze des Bundesstaats bereitgestellt.

Diesen Sonntag wurde nun die vorletzte Haltestelle „Antero de Quental“ im Stadtteil Leblon eröffnet. Weiterlesen

Die DJ-Schule in der Favela Rocinha

 

DJ-Schule in der Favela Rocinha ©Jorge Vasconcellos

DJ-Schule in der Favela Rocinha ©Jorge Vasconcellos

Zu seinen Schülern gehört der 13-jährige André ebenso wie der 55-jährige Portier Robson. Zezinho, mit bürgerlichem Namen Renato da Silva, unterrichtet zweimal in der Woche von 19 bis 21 Uhr die Sound-Kunst, die auf Festen und Partys zieht, zeigt Neugierigen Loops und Samples. Er selbst ist eingeborener Favela-Bewohner, kam in der Rocinha auf die Welt, sein Vater stammt ursprünglich aus dem Nordosten Brasiliens, seine Mutter ist US-Amerikanerin. Weiterlesen

Brasilien: Neuer Parlamentspräsident

Rodrigo Maia (DEM) Foto: Gustavo Lima/ Fotos publicas (14.7.2016)

Rodrigo Maia (DEM) Foto: Gustavo Lima/ Fotos publicas (14.7.2016)

Brasiliens Unterhaus hat einen neuen Parlaments-
präsidenten gewählt: Rodrigo Maia von den konservativ und wirtschaftsliberalen „Demokraten“ (Democratas, DEM). Maia gilt als Verbündeter von Interims-Präsident Michel Temer.

Vorgänger Cunha war wegen Korruptionsvorwürfen suspendiert

Eduardo Cunha (PMDB, Partei der Brasilianischen Demokratischen Bewegung), maßgeblicher Betreiber des Amtsenthebungsverfahrens gegen die gewählte Präsidentin Brasilien Dilma Rousseff steht unter schwerem Korruptionsverdacht und war vor einer Woche von seinem Amt zurückgetreten. Das Oberste Gericht hatte ihn bereits vor Wochen von seinem Amt suspendiert. Seinen Sitz als Abgeorndetet  behält er jedoch.

Mit Stimmen der Opposition

Der gestern gewählte in Chile geborene Rodrigo Maia – sein Vater César Maia war viele Jahre Bürgermeister von Rio de Janeiro – setzte sich gegen 13 Kandidaten durch und konnte sich bei der zweiten Abstimmung mit 285 Stimmen der 512 Abgeordneten gegen den Kandidaten Rogério Rosso (Partido Social Democrático) durchsetzen. Stimmen erhielt er sowohl aus dem Lager der Opposition sowie der Linken.

Interimspräsident Temer gestärkt

Das Ergebnis wird laut Medienberichten Temers Position im Unterhaus stärken und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Mehrzahl der Senatoren Ende August für die endgültige Amtsenthebung Dilma Rousseffs stimmen wird.

Die Abstimmung im Senat hat eher politischen als juristischen Charakter und die Performance der Interimsregierung gilt als entscheidendes Kriterium für die Stimme der noch Unentschiedenen im Senat.

In den Analysen linker Blogs wurde der Rücktritt Cunhas letzte Woche als politisches Manöver interpretiert.

 

Frauen-Proteste gegen „sexistische“ Amtsenthebung

Frauenproteste in Brasilien Foto: Screenshot www.ocafezinho.com

Frauenproteste in Brasilien Foto: Screenshot http://www.ocafezinho.com

Im letzten Monat haben sich hunderttausende Frauen auf den Straßen Brasiliens zu Protesten zusammengefunden. Nach der Vergewaltigung an einer 16-Jährigen Ende Mai in Rio de Janeiro, an der über 30 Männer beteiligt waren, fand eine Protestkundgebungen  nach der anderen statt. „Por todas elas“ (Für alle Frauen) lautete unter anderem das Motto, gegen Machismus, Sexismus und Gewalt.

 

 

„Feminismus“ – Boom auf Google in Brasilien

Bildschirmfoto 2016-07-07 um 18.24.10Die Eingabe des Suchworts „Feminismus“ auf Google in Brasilien verbuchte zwischen Oktober 2015 und Januar 2016 einen Anstieg von 86 Prozent. Immer mehr Frauen haben begonnen sich mit Feministinnen im Land zu identifizieren. Die neue Wortschöpfung „sororidade“ (das Wort gibt es im portugiesischen Wörtrbuch nicht, soll soviel heißen wie Verbundenheit unter Schwestern, sprich Frauensolidarität) ist in die Alltagssprache eingezogen, ist auf dem Blog www.ocafezinho.com zu lesen. Der Beitrag ist die Übersetzung eines Artikels in des britischen „Guardian“.  Eine der Gründerinnen der feministischen Gruppe „agora juntas“ (jetzt gemeinsam) analysiert die brasilianische Feministinnen-Szene, nachdem die erste gewählte weibliche Präsidentin des Landes Dilma Rousseff des Amtes enthoben wurde.

Rückschläge für Frauenrechte

Gesetz gegen häusliche Gewalt Maria da Penha

In der Interimsregierung Michele Temers sind seit Mitte Mai Rückschläge für Frauenrechte nicht zu übersehen. Keine einzige Frau gehört zu seinem Kabinett an (nur weiße Männer). Gesetzentwürfe sehen vor, dass in der Schule nicht mehr über Gender und sexuelle Orientierung gesprochen werden soll, Abtreibung soll auch für Vergewaltigungsopfer unter Strafe gestellt werden.

Das Gesetz „Maria da Penha“ zum Schutz von Frauen vor häuslicher Gewalt, in Kraft getreten vor 10 Jahren, soll modifiziert werden.

Patriarchalischer Coup

Die Soziologin Maria Betânia Ávila, Forscherin am Feministischen Institut für Demokratie nannte ihren Aufsatz zur Amtsenthebung Dilma Rousseffs  „Patriarchalischen Coup“.

Sie attestiert der brasilianischen Feministinnen-Bewegung die Fähigkeit, die Legitimität der ersten gewählten Präsidentin des Landes zu verteidigen: „Das ist eine Konfrontation mit männlichem Chauvinisten und Neoliberalen.“

Frauen-Proteste gegen „sexistische“ Amtsenthebung

Ein Monat vor Olympia Finanzhilfen aus Brasilia

Foto: br.freepik

Foto: br.freepik

Diese Woche konnten sich die Pensionäre und Angestellten im öffentlichen Dienst im Bundesstaat Rio de Janeiro über Geld auf Ihrem Konto freuen. Grund: Der Bund hatte die drei Milliarden Real (etwa 800.000000 Euro), die dem Bundesstaat auf Grund des akuten Finanznotstands von Interimspräsidenten Michel Temer vergangene Woche zugesichert wurden, überwiesen. Es handelte sich um die letzte Parzelle ihrer Bezüge aus dem Monat Mai, auch die Juni-Gehälter sollen aus diesem Topf bezahlt werden, ebenso wie Gehälter der Polizisten und Feuerwehrleute.

Willkommen in der Hölle

Streik der Zivilpolizisten Foto "Rede Globo "Bom dia Rio"

Streik der Zivilpolizisten Foto „Rede Globo „Bom dia Rio“

Am Wochenende hatten Zivilpolizisten gestreikt, am internationalen Flughafen von Rio de Janeiro wurden Touristen mit einem  Transparent „ Willkommen in der Hölle“ empfangen. Drastisch untermalten die Polizisten ihre Protestaktion „Wer nicht bezahlt wird, wird auch nicht für nichts sterben:“

 

Sicherheit nach Bezahlung gewährleistet

Nächste Woche sollen die Gehälter der Polizisten bezahlt werden. Damit soll auch die Sicherheit während der Olympischen Spiele auf den Straßen Rios wieder gewährleistet sein, betonte Justizminister  Alexander de Moraes gegenüber der Zeitung „Estadao“. Ab dem 15.7. sollen 22.000 Militärpolizisten zusätzlich für die Sicherheit in der Olympiastadt sorgen.

Reicht das Notgeld für alles?

Die große Frage, die bleibt: Wie soll der Rest bezahlt werden? Krankenhäuser, der öffentliche Verkehr, Schulen – die Angestellten der wichtigsten Dienstleistungen erhalten seit Monaten ihre Bezüge mit erheblicher Verspätung.

 

Ein Monat vor Olympia Finanzhilfen aus Brasilia