Ein Riesenpool fürs Volk in Rio de Janeiro

Riesenpool von Ramos/Tárcia Oreste/Catraca-Livre.png

Riesenpool von Ramos/Tárcia Oreste/Catraca-Livre.png

Sage und schreibe 26.000 Quadratmeter Fläche hat der Schwimming-Pool, den die Regierung des Staates Rio de Janeiro 2001 den Bewohnern in der ärmeren Gegend im Norden Rio de Janeiros  spendiert hat. Die schicken Strände an der Copacabana und Ipanema liegen schließlich im fernen Süden der Stadt. 30 Millionen Liter gereinigtes Meerwasser passen in das Megaschwimmbecken hinein, das direkt neben dem Strand liegt. Der ist aber seit Jahrzehnten so verschmutzt, dass dort wirklich niemand baden kann. Weiterlesen

Kein Stopp für Olympia-U-Bahn in Rio de Janeiro

U-Bahn-Linie 4 von Ipanema zum Olympiapark Foto:Screenshot "Bom dia Rio"

U-Bahn-Linie 4 von Ipanema zum Olympiapark Foto:Screenshot „Bom dia Rio“

Die Bauten aller Olympia-Stätten sind abgeschlossen, was drei Wochen vor der Eröffnungsfeier fehlt, ist der Transport. Die Linie 4 soll vom legendären Strand von Ipanema bis nach Barra da Tijuca, wo sich die meisen Olympia-Austtragungsorte befinden,  in 35 Minuten fahren, bis jetzt braucht man zur Hauptverkehrszeit auf der Straße bis zu vier Stunden. Erst vor knapp einem Monat wurde die Finanzierung zur Beendigung der Bauarbeiten  mit Hilfen einer Finanzspritze des Bundesstaats bereitgestellt.

Diesen Sonntag wurde nun die vorletzte Haltestelle „Antero de Quental“ im Stadtteil Leblon eröffnet. Weiterlesen

Nach Nizza: Sicherheitskonzept für Olympia wird verschärft

Foto: Agência Espacial Brasileira/divulgação, Quelle: www.brasil.gov.br

Foto: Agência Espacial Brasileira/divulgação, Quelle: http://www.brasil.gov.br

Nach dem Attentat in Nizza   ist die Besorgnis des brasilianischen Regierung bezüglich der Sicherheit während der olympischen Spiele gestiegen. Der Chef des Sicherheits-
kabinetts (Gabinete de Segurança Institucional, GSI) Sergio Westphalen Etchegoyen sprach von einer Revision des Sicherheitskonzepts für die Zeit vom Start der olympischen Spiele vom 5.8 bis zu Ende der Paraolympics am 16. September.

Interimspräsident Michel Temer beraumt Treffen an

Etchegoyen sagte in einer Pressekonferenz in Brasilia, Brasilien sei bereit für die Olympischen Spiele, informierte aber, dass Interimspräsident Michel Temer für den heutigen Abend ein Treffen anberaumt habe, an dem neben dem Sicherheitskabinett, das Justiz- und Verteidigungsministerium teilnehmen, um rigorosere Sicherheitsmaßnahmen zu besprechen.

Geheimdienstmitarbeiter auf dem Weg nach Paris

Ferner sagte der Kabinettschef gegen über GloboNews, ein Vertreter des brasilianische Geheimdiensts ABIN (Agência Brasileira de Inteligência) sei auf dem Weg nach Paris, um sich mit Kollegen auszutauschen. Präsident Hollande hatte nach dem Attentat den Ausnahmezustand für drei Monate verlängert. Weiterlesen

Die DJ-Schule in der Favela Rocinha

 

DJ-Schule in der Favela Rocinha ©Jorge Vasconcellos

DJ-Schule in der Favela Rocinha ©Jorge Vasconcellos

Zu seinen Schülern gehört der 13-jährige André ebenso wie der 55-jährige Portier Robson. Zezinho, mit bürgerlichem Namen Renato da Silva, unterrichtet zweimal in der Woche von 19 bis 21 Uhr die Sound-Kunst, die auf Festen und Partys zieht, zeigt Neugierigen Loops und Samples. Er selbst ist eingeborener Favela-Bewohner, kam in der Rocinha auf die Welt, sein Vater stammt ursprünglich aus dem Nordosten Brasiliens, seine Mutter ist US-Amerikanerin. Weiterlesen

Zéfiro – der unschuldige Pornograf

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An einem Kiosk im noblen Stadtteil Ipanema gibt es noch Exemplare des „Playboy“-Vorläufers aus den 1950ern.

Alcides Aguiar Caminha (Rio de Janeiro, 1921–1992) war Angestellter im öffentlichen Dienst, verheiratet und Vater von fünf Kindern. Unter dem Pseudonym Carlos Zéfiro veröffentlichte er gezeichnete Anleitungen für die Kunst der Liebe, die am Kiosk unterm dem Ladentisch verkauft wurden ­ bis zu 30.000 Exemplare pro Ausgabe.

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Ein Monat vor Olympia Finanzhilfen aus Brasilia

Foto: br.freepik

Foto: br.freepik

Diese Woche konnten sich die Pensionäre und Angestellten im öffentlichen Dienst im Bundesstaat Rio de Janeiro über Geld auf Ihrem Konto freuen. Grund: Der Bund hatte die drei Milliarden Real (etwa 800.000000 Euro), die dem Bundesstaat auf Grund des akuten Finanznotstands von Interimspräsidenten Michel Temer vergangene Woche zugesichert wurden, überwiesen. Es handelte sich um die letzte Parzelle ihrer Bezüge aus dem Monat Mai, auch die Juni-Gehälter sollen aus diesem Topf bezahlt werden, ebenso wie Gehälter der Polizisten und Feuerwehrleute.

Willkommen in der Hölle

Streik der Zivilpolizisten Foto "Rede Globo "Bom dia Rio"

Streik der Zivilpolizisten Foto „Rede Globo „Bom dia Rio“

Am Wochenende hatten Zivilpolizisten gestreikt, am internationalen Flughafen von Rio de Janeiro wurden Touristen mit einem  Transparent „ Willkommen in der Hölle“ empfangen. Drastisch untermalten die Polizisten ihre Protestaktion „Wer nicht bezahlt wird, wird auch nicht für nichts sterben:“

 

Sicherheit nach Bezahlung gewährleistet

Nächste Woche sollen die Gehälter der Polizisten bezahlt werden. Damit soll auch die Sicherheit während der Olympischen Spiele auf den Straßen Rios wieder gewährleistet sein, betonte Justizminister  Alexander de Moraes gegenüber der Zeitung „Estadao“. Ab dem 15.7. sollen 22.000 Militärpolizisten zusätzlich für die Sicherheit in der Olympiastadt sorgen.

Reicht das Notgeld für alles?

Die große Frage, die bleibt: Wie soll der Rest bezahlt werden? Krankenhäuser, der öffentliche Verkehr, Schulen – die Angestellten der wichtigsten Dienstleistungen erhalten seit Monaten ihre Bezüge mit erheblicher Verspätung.

 

Ein Monat vor Olympia Finanzhilfen aus Brasilia

Der Vogelfriedhof in Rio de Janeiro

Vogelfriedhof_Paquetá_Rio de Janeiro©Jorge Vasconcello

Vogelfriedhof_Paquetá_Rio de Janeiro©Jorge Vasconcellos

Auf dem Schild am Eingang ist ein Vogel abgebildet zusammen mit der Zeile: „Ich singe, um meinen Freunden eine Freude zu machen.“ Und das Zwitschern ist auch das Einzige, was hier zu hören ist – auf dem einzigen Vogelfriedhof in Brasilien, wahrscheinlich sogar auf dem einzigen der Welt. Mit den 24 Gräbern, die in etwa die Größe einer Schuhschachtel haben, mutet der Ort wie eine Miniaturausgabe des Friedhofs daneben an.

Nur der Pfarrer fehlt

Ein Geistlicher wohnt der Beerdigung hier zwar nicht bei, aber das Ritual hat durchaus seine Würde mit seinen ganz persönlichen Trauerreden. Auf den Grabsteinen ist zu lesen: „O pássaro abatido“ („Der gefallene Vogel“) oder „O pouso do pássaro cansado“ („Ruhestätte eines müden Vogels“). An der Wand verleihen Zeilen brasilianischer Gedichte, die Vögel als zentrales Thema haben, der Stimmung vor Ort zusätzlich Seriosität. Weiterlesen

Tour durch die Favela Santa Marta

Favela Santa Marta, Rio de Janeiro ©Tay Nacimento

Favela Santa Marta, Rio de Janeiro ©Tay Nacimento

Thiago Firmino wartet immer im „Select“ – das ist die Bar in der Tankstelle gegenüber vom Eingang zur Favela. Er ist in Santa Marta geboren und organisiert Touren durch sein Heimatquartier. „Früher“, erzählt er, „warteten wir hier bis zum Morgengrauen, nachts zu Fuß hinaufzugehen war viel zu gefährlich.“ Die Favela war die erste, die 2008 befriedet wurde, mit der Seilbahn geht es nach oben, das spart 788 Stufen.

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Countdown für die Olympischen Spiele 2016

111 Orte – 11 Storys – 1  Stadt – bis zum Startschuss in Rio de Janeiro!

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Museum von Morgen

Copacabana und Christo, Samba und Strand – Rio de Janeiro präsentiert sich für die Olympischen Spiele im Sommer, wie die Welt sie kennt. Doch die „Cidade maravilhosa“, die wunderbare Stadt, hat noch ganz andere Geschichten zu erzählen: Von Pastoren, die mit dem Hubschrauber auf dem Kirchendach landen; von Krokodilen, die in einem Fluss der Megacity ihre Runden drehen; vom einzigen Vogelfriedhof der Welt; von der Favela, in der es die besten Schweinerippchen der Stadt gibt, und von einem Kramer-Laden, in dem  Posträuber Ronald Biggs das Bier für seine wilden Feten kaufte. Diese und 96 weitere skurrile, überraschende und zauberhafte Orte präsentiert das Buch „111 Orte in Rio de Janeiro, die man gesehen haben muss„) in(i3)_(843-2)_Kirchner_111_Orte_in_Rio_de_Janeiro_mit FOTOS.indd der schönsten Stadt der Welt am Zuckerhut.

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