Ein Monat vor Olympia Finanzhilfen aus Brasilia

Foto: br.freepik
Diese Woche konnten sich die Pensionäre und Angestellten im öffentlichen Dienst im Bundesstaat Rio de Janeiro über Geld auf Ihrem Konto freuen. Grund: Der Bund hatte die drei Milliarden Real (etwa 800.000000 Euro), die dem Bundesstaat auf Grund des akuten Finanznotstands von Interimspräsidenten Michel Temer vergangene Woche zugesichert wurden, überwiesen. Es handelte sich um die letzte Parzelle ihrer Bezüge aus dem Monat Mai, auch die Juni-Gehälter sollen aus diesem Topf bezahlt werden, ebenso wie Gehälter der Polizisten und Feuerwehrleute.
Willkommen in der Hölle

Streik der Zivilpolizisten Foto „Rede Globo „Bom dia Rio“
Am Wochenende hatten Zivilpolizisten gestreikt, am internationalen Flughafen von Rio de Janeiro wurden Touristen mit einem Transparent „ Willkommen in der Hölle“ empfangen. Drastisch untermalten die Polizisten ihre Protestaktion „Wer nicht bezahlt wird, wird auch nicht für nichts sterben:“
Sicherheit nach Bezahlung gewährleistet
Nächste Woche sollen die Gehälter der Polizisten bezahlt werden. Damit soll auch die Sicherheit während der Olympischen Spiele auf den Straßen Rios wieder gewährleistet sein, betonte Justizminister Alexander de Moraes gegenüber der Zeitung „Estadao“. Ab dem 15.7. sollen 22.000 Militärpolizisten zusätzlich für die Sicherheit in der Olympiastadt sorgen.
Reicht das Notgeld für alles?
Die große Frage, die bleibt: Wie soll der Rest bezahlt werden? Krankenhäuser, der öffentliche Verkehr, Schulen – die Angestellten der wichtigsten Dienstleistungen erhalten seit Monaten ihre Bezüge mit erheblicher Verspätung.
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