Eine Woche vor der Präsidentschaftswahl in Brasilien haben Hunderttausende – vor allem Frauen – gegen den rechtspopulisischen Kandidaten Jair Bolsonaro protestiert. Sie gingen am Samstagabend in Städten auf die Straße, unter anderem in Rio de Janeiro und São Paulo, wo die Organisatoren von mehr als 200.000 Teilnehmern sprachen. Unter dem Motto „Ele Não – Er nicht“ hatten Frauengruppen (Mulheres Unidas contra o BoZó) in den sozialen Netzwerken zum Protest aufgerufen: „Für ein Brasilien, ohne Faschismus und ohne Horror“. Auch in New York, Dublin, Paris, Budapest und Beirut gab es Demonstrationen. „Entweder wir schließen uns jetzt zusammen und kämpfen oder wir werden später zusammen trauern“, sagte Ludimilla Teixeira, die den Protestzug in Rio de Janeiro mitorganisiert hatte. „Wir dürfen nicht erlauben, dass Faschismus in Brasilien voranschreitet“, berichtete die Tagesschau.

#elenão in Rio de Janeiro Cinelandia @MidiaNINJA
„Mit Bolsonaro würde es (Brasilien) von einem rechtsradikalen Abenteurer regiert, der aus der Uno austreten will und Adolf Hitler für einen «grossen Strategen» hält. Er hetzt regelmässig gegen Schwarze, Schwule, Frauen, Indigene und politisch Andersdenkende“, schreibt Philipp Lichterbeck in seinem Beitrag „Brasiliens sagenhafter Absturz“ in dem digitalen Schweizer Magazin „Republik“, das ein sehr detailliertes Bild der Situation in Brasilien zeichnet.

