
Bar do Tino, Morro dos Prazeres©Kirchner
Severino Santana, genannt „Seu Tino“, kam vor über 45 Jahren mit 18 Jahren aus dem Pará, dem Norden Brasiliens, nach Rio de Janeiro und arbeitete als Maurer, bis er in der Favela einen kleinen Kiosk eröffnete, in dem er Süßigkeiten und Getränke verkaufte. Alle seine Kinder wuchsen im „Morro dos Prazeres“, übersetzt „Berg der Vergnügten“, in der Favela über dem Künstlerviertel Santa Teresa auf. Sein Sohn Leandro arbeitete in einem Schuhgeschäft, 2002 verlor er seine Stelle. Als Alternative zur Jobsuche machte er sich daran, die Terrasse über dem Kiosk des Vaters zu einem familiären Restaurant auszubauen. Die Familie war in der „comunidade“ bekannt und beliebt, so wurde das neue Lokal im Nu zu einem beliebten Treffpunkt und nach der Befriedung der Favela 2011 rasch zu einem Geheimtipp in der Stadt. Weiterlesen