
Kampfsport der Frauen bei den Indigenen Spielen Pataxó 2023 in Santa Cruz de Cabralia im Süden Bahias @BC_Kirchner
Pfeil -und Bogen-Schießen, Kanurennen, Ringkämpfe – große Begeisterung bei den Indigenen Spielen Pataxó im Süden des Bundesstaates Bahias in Brasilien
Die 23. Auflage der Indigenen Spiele Pataxó endete gestern, am 20.4.2023. Die Veranstaltung fand im Dorf Pataxó Coroa Vermelha im Bezirk Santa Cruz de Cabralia statt. Es nahmen insgesamt etwa über tausend indigene Athleten von 20 indigenen Gemeinschaften aus Brasilien teil, die in elf Disziplinen antraten.
Zu Klassikern wie 100-Meter-Lauf, Kanurennen, Schwimmen oder Ringkampf reiht sich Xikunahity ein, eine Art Kopffußball mit zwei Mannschaften aus zehn Athleten auf einem Feld, dessen Abmessungen denen des Fußballs ähneln.
Besonders beliebt ist die „Corrida com Tora“ (Baumstammrennen): Baumstämme mit einem Gewicht von etwa 100 Kilogramm müssen von der Mannschaft über eine bestimmte Strecke getragen werden. Jedes Team muss zehn Teilnehmer anmelden.
Ein Stück Holz so schwer wie die Braut
Die „Corrida com Tora“ steht symbolisch für die Tradition der Pataxó, vor der Hochzeit einen Stein oder einen Holzscheit – vom Gewicht der Braut – vor der gesamten Gemeinschaft zu tragen, um zu demonstrieren, dass man in der Lage ist, eine Familie zu ernähren.
Organisiert werden die Spiele vom stammesübergreifenden indigenen Komitee mit Unterstützung des Sportministeriums und stehen unter dem Motto: „Es geht nicht darum, sich zu messen, sondern zu feiern“.
