Feuer im Amazonas: Volk der Huni Kuin braucht Hilfe

Feuer im Amazonas: Betroffen die Huni Kuin@ Centro_Huwã_Karu Yuxibu

Feuer im Amazonas: Betroffen sind auch die Huni Kuin@ Centro_Huwã_Karu Yuxibu .png

Das Zentrum Huwã Karu Yuxibu in Rio Branco, der Hauptstadt des Bundesstaates Acre in Brasilien, ist eines der Opfer der Brände im Amazonas-Regenwald.

Der Indigene Missionsrat (CIMI) der westlichen Amazonasregion verurteilte in einer Erklärung die Brände und die Entwaldung in der Region, machten Handlager von Argro-Unternehmen verantwortlich und forderten Untersuchungen. Inzwischen hat Brasiliens rechtsextremer Präsident Jair Bolsonaro über 40.000 Militärs zur Löschung entsandt, es wird aber dauern, bis alle Feuer unter Kontrolle sind, die Folgen sind katastrophal.

Huni Kuin @ Centro_Huwã_Karu Yuxibu

Huni Kuin @ Centro_Huwã_Karu Yuxibu

Betroffen sind die Huni Kuin, eine indigene Ethnie in Brasilien und im nordöstlichen Peru. Das Zentrum Huwã Karu Yuxibu an der Autobahn AC 90 wurde gegründet, um Angehörigen des Volkes, die auf der Suche nach Überlebensmöglichkeiten in die Stadt gezogen waren und in Armut und Elend leben, wieder eine Heimat und den Schutz ihrer kulturellen Identität zu gewähren.

Amazonasstaaten@amazonasportalDie Huni Kuin sind die ersten, die Land (ca. insgesamt 10 Hektar ) erworben haben, um sich zu schützen. Das Volk der Asháninka  hat, ebenfalls in Acre, auch sehr viel Land gekauft.

President Michel Temer in Brasília. während seiner Amtszeit Foto: Carolina Antunes/PR

President Michel Temer in Brasília. während seiner Amtszeit Foto: Carolina Antunes/PR

 

2017 unter dem konservativen Politiker Michel Temer, der Dilma Rousseff von der Arbeiterpartei nach einem umstrittenen Amtsenthebungs-
verfahren als ihr Stellvertreter ersetzt hatte, wurde das Naturschutzgebiet, auf dem rund 30 Huni Kuin lebten, von einem Großgrundbesitzer kurzum zu dessen Eigentum erklärt.

Brand nahe Rio Branco, Acre @ Centro Huwã Karu Yuxibu

Brand nahe Rio Branco, Acre @ Centro Huwã Karu Yuxibu

50 Prozent der Grünfläche des Zentrums sind jetzt niedergebrannt. „Unser Zentrum wurde zerstört. Wir werden brutal angegriffen. All unser Land, all unsere Pflanzungen, alles, alles, alles ist verbrannt. Wir sind wieder bei Null“, sagte Mapu Huni Kuin, Häuptling und geistiger Führer des Zentrums.

Das Zentrum der Huni Kuin startet nun den Wiederaufbau: Spenden unter https://hunikuin.gvng.org/

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Über Beate C. Kirchner

Freie Journalistin, Themenschwerpunkt: Brasilien – Wirtschaft, Politik, Umwelt, indigene Gemeinschaften und auf Anfrage

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