Das Fest für Iemanjá

Fest_der _Iemanjá©Jorge Vasconcellos

Fest_der _Iemanjá©Jorge Vasconcellos

Heute ehren die Anhänger des Candomblé und der Umbanda,
verwurzelt in der der afro-brasilianischen Kultur des Landes,
die Göttin des Meeres Iemanjá mit Opfergaben am Strand. So feiern die Anhänger in Rio de Janeiro

Sie trägt eine silberne Krone und hält einen silbernen Fächer in der Hand. Sie ist mütterlich, aber auch eitel und spricht dem Luxus zu. Ihre Farben sind Weiß, Hellblau und Rosa. Am 2. Februar wird die Göttin des Meeres als Mutter aller Orixás verehrt. In der Umbanda, einer Religion mit afrikanischen und katholischen Elementen, entspricht sie der Nossa Senhora da Conceição, der »Muttergottes von der unbefleckten Empfängnis«. Iemanjá herrscht nicht nur über das Meer, sondern über die Gewässer allerorts, sie ist auch die Schutzpatronin der Seeleute und Fischer.

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Hunderttausende feiern Hl. Georg in Rio de Janeiro

Auf dem Fest des Hl.Georgs in Rio de Janeiro 2017©Jorge Vasconcellos

Auf dem Fest des Hl.Georgs in Rio de Janeiro 2017©Jorge Vasconcellos

Je schlechter die Zeiten sind, desto mehr Zulauf hat der Glauben, heißt es. So waren trotz Regen  Tausende Gläubige am Morgen des 23. April bereits um 5 Uhr in der Kirche „Igreja São Gonçalo Garcia e São Jorge“ im Zentrum, um die erste Messe zu feiern. São Jorge, der Heilige Georg, ist der inoffizielle Heilige in der Stadt am Zuckerhut. Zu keinem anderen haben die Cariocas mehr Vertrauen: Er beschützt  Polizisten  – und Banditen – gleichermaßen.

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Brasiliens Wirtschaft nach Olympia

Viele Pläne und wenig Innovation in der Regierung Michel Temer nach Rousseffs Amtsenthebung – warum es dennoch wieder aufwärts gehen kann

President Michel Temer in Brasília. Gespräche über Public Private Partnership Foto: Carolina Antunes/PR

President Michel Temer in Brasília. Gespräche über Public Private Partnership Foto: Carolina Antunes/PR

Während der Olympischen Spiele machte Michel Temer Schlagzeilen mit Pfiffen bei der Eröffnungsfeier und Demonstrationen gegen ihn auf der Straße. Jetzt macht sich der Präsident an seine Pläne für die Wirtschaft. Temer genießt unter Ökonomen mehr Vertrauen als die Präsidentin der Arbeiterpartei Dilma Rousseff, die Ende August ihres Amtes enthoben wurde. Doch zweifelt unter Experten  so mancher an den Vorschlägen Temers und deren Durchschlagkraft. Weiterlesen

Musikalische Mittagspause in Rio de Janeiro

Baile do Meio Dia, Centro Cultural Carioca, Rio de Janeiro Foto: B. C. Kirchner

Baile do Meio Dia, Centro Cultural Carioca, Rio de Janeiro Foto: B. C. Kirchner

Freitagmittag  geht so mancher Angestellte im Zentrum von Rio de Janeiro in der Mittagspause statt in die Bar auf ein Sandwich ins Centro Cultural Carioca zum Tanzen. Wenn dann um  15 Uhr Schluss ist, sind alle völlig verschwitzt – aber glücklich. Zwei Stunden lang haben Sekretärinnen, Anwälte, Bauarbeiter und Hausfrauen nonstop getanzt, dann geht es wieder ins Büro zurück, fast alle arbeiten hier in der Nähe. Der „Baile do Meio Dia“ (Mittagstanz) ist seit über zehn Jahren ein fester Treffpunkt für Eingeweihte im Zentrum nahe des Praça Tiradentes.

Freitagmittag Paartanz für alle

Jeden Freitag kann jeder, der Lust hat, in die Tanzschule „Centro Cultural Carioca“ zum Tanzen kommen. Getanzt wird Forró aus dem Nordosten Brasiliens, aber auch Bolero, Zouk oder Lambada – Paartanz in all seinen Facetten. Weiterlesen

„Medaille“ für Maria da Penha aus der Favela, die Olympia2016 weichen musste

Medaille für Maria da Penha Foto: Rio bewegt uns

Medaille für Maria da Penha Foto: Rio bewegt uns

In der Favela Autódromo lebten 600 Familien über 40 Jahre lang friedlich zusammen, doch sie lag just auf der Zufahrtsstraße zum Olympischen Dorf, deshalb mussten nahezu alle Bewohner der comunidade (Gemeinschaft) weichen. Maria da Penha, Ikone des Widerstands wurde vom Aktionsbündnis „Rio bewegt. Uns.“ mit der „Medaille der Werte“ ausgezeichnet.

Insgesamt wurden rund 77.000 Menschen im Zuge der Olympischen Spiele und der Fußball-WM vor zwei Jahren in Rio de Janeiro umgesiedelt. (Lesen Sie hierzu)

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Ein Zimmer im Himmel in Rio de Janeiro

Halbmond des Streetartkünstlers JR. Foto: Courtesy von JR, Quelle: screenshot www.designboom.com

Halbmond des Streetartkünstlers JR. Foto: Courtesy von JR, Quelle: screenshot http://www.designboom.com

Der französische Streetart-Künstler JR kehrte nach Rio de Janeiro zu den Olympischen Spielen zurück. Unter anderem entwickelte  er hier ein Projekt weiter, das er vor über sieben Jahren begonnen hatte: In der ersten Favela Rio de Janeiros „Provendencia“ hatte er 2009 das Projekt „Casa Amarela“ (deutsch: gelbes Haus) gegründet, ein spektakuläres Kunstprojekt in der Favela in den Hügeln hoch über dem brandneuen „ Porto Meravilha“, dem „wunderbaren Hafen“, wo sich viel vom Olympia-Leben in den letzten zwei Wochen abgespielt haben. Weiterlesen

Olympia-Showndown ohne Präsident, Paralympics mit leeren Kassen

Interimspräsident Michel Temer, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees Thomas Bach und Generalsekretär der Vereinten Nationen Ban Ki-moon während der Eröffnungsfeier Rio 2016. Foto: Beto Barata/PR

Interimspräsident Michel Temer, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees Thomas Bach und Generalsekretär der Vereinten Nationen Ban Ki-moon während der Eröffnungsfeier Rio 2016. Foto: Beto Barata/PR

Bei der Eröffnungsfeier wurde er schrill ausgepfiffen, Interimspräsident Michel Temer ist in Brasilien alles andere als beliebt.  Zur Abschlussfeier von Olympia 2016 am Sonntag wird der Politiker gar nicht erscheinen, er lässt sich vom Parlaments
präsidenten Rodrigo Maia vertreten.

Stellvertreter Rodrigo Maia will sich auch nicht exponieren

Maia, so heißt es in Presseberichten weiter, habe die Mission erst angenommen, nachdem ihm versichert worden sei, dass er bei der Veranstaltung nicht sprechen müsse, er wolle sich auch nicht exponieren. Weiterlesen

Rios Kult-Keks „Biscoito Globo“ vs NYT

"Schöner kann ein Tag in Rio nicht beginnen ..." Foto: Diário do Rio auf Twitter

„Schöner kann ein Tag in Rio nicht beginnen …“ Foto: Diário do Rio auf Twitter

Das Unternehmen hat bis heute noch keinen Cent in Marketing investiert, das luftige „Biscoito Globo“ ist dennoch seit 60 Jahren bei den Bewohnern von Rio, den Cariocas  der Renner am Strand. „Kein bisschen Geschmack“ attestierte nun die „New York Times“ dem Maniok-Gebäck, das empörte viele Cariocas ­ und ist  für die Keks-Fabrik Gratis-Werbung in der Olympia-Stadt.

In seinem Beitrag bezeichnete der New York Times-Autor Biscoito Globo „als Teil einer großen kulinarischen regionalen Tradition essbarer Lieblinge, die einen Auswärtigen vor den Kopf stoßen.“ Die Geschmacklosigkeit macht aber den Keks auch zu einem  perfekten Symbol für die Esskultur in Rio.“ Weiterlesen

Praktischer Führer für Rio de Janeiro

©Anna Mendes

©Anna Mendes

… mit Insider-Tipps von Anna Mendes

Wo gibt es die original Roda de Samba im Hafenviertel, und wo die besten Sandwiches an der Copacabana um 4 Uhr morgens?  Wo gibt es die besten Ausstellungen von Künstlern aus Rio de Janeiro, wo lernt man am besten Gafieira tanzen, und wo kann man bei einem atemberaubendem Blick auf die Stadt raffinierte vegetarische Gerichte auf einer Terrasse genießen?

Jede Menge tolle Tipps, ausgesucht von Insidern Anna Mendes, jedes  Stadtviertel auf einer Doppelseite, mit vielen Details – großartig gezeichnet – von der Autorin selbst.

©Anna Mendes

©Anna Mendes

Einfach gratis herunterladen unter:

 

https://issuu.com/anna.mendes/docs/guiadorio-issuu

Die besten Schweinerippchen von Rio

99 Tinos Terrasse-10

Bar do Tino,  Morro dos Prazeres©Kirchner

Severino Santana, genannt „Seu Tino“, kam vor über 45 Jahren mit 18 Jahren aus dem Pará, dem Norden Brasiliens, nach Rio de Janeiro und arbeitete als Maurer, bis er in der Favela einen kleinen Kiosk eröffnete, in dem er Süßigkeiten und Getränke verkaufte. Alle seine Kinder wuchsen im „Morro dos Prazeres“, übersetzt „Berg der Vergnügten“, in der Favela über dem Künstlerviertel Santa Teresa auf. Sein Sohn Leandro arbeitete in einem Schuhgeschäft, 2002 verlor er seine Stelle. Als Alternative zur Jobsuche machte er sich daran, die Terrasse über dem Kiosk des Vaters zu einem familiären Restaurant auszubauen. Die Familie war in der „comunidade“ bekannt und beliebt, so wurde das neue Lokal im Nu zu einem beliebten Treffpunkt und nach der Befriedung der Favela 2011 rasch zu einem Geheimtipp in der Stadt. Weiterlesen

MC Soffia, Power-Rapperin mit 12

MC SoffiaBei der Eröffnungsfeier zu den Olympischen Spielen 2016 vergangenen Freitag war  MC Soffia, so ihr Künstlername, aus São Paulo mit ihren 12 Jahren die jüngste Musikerin. Ihre zum Teil selbst komponierten Raps transportieren Power für afrobrasilianische Frauen. Die Songtexte haben die Geschichte der Sklaverei in Brasilien zum Inhalt und handeln von Rassismus in Brasilien.

Ihr Lied „Kleines schwarzes Mädchen“ handelt davon, dass sie lieber schwarze Puppen haben möchte als die, wenn auch noch so coolen, Barbies. Mehr schwarze Prinzessinen wünscht sich MC Soffia. Weiterlesen

Die besten Guides für Rio de Janeiro

In die Natur mit Monika Glaesel Silva

Monis Brasilien TourMonika-GläselSilvaMonika Glaesel Silva arbeitet mit großer Begeisterung als offizielle, deutsche Reiseleiterin und Reisebegleiterin in Brasilien.

Mit Moni geht es entweder auf eine klassische Tour durch das Zentrum von Rio de Janeiro, auf Wandertour in die Gärten über der Favela Babilônia oder auf Öko-Tour zu den Kaimanen im Parque Chico Mendes sowie nach Prainha in den Naturpark der Faultiere.Daneben führt sie auch Gruppen zu den Naturhighlights wie in den Nationalparks Chapada Diamantina im Bundesstaat Bahia. Weitere Infos auf der Website http://reiseleitungbrasilien.npage.de

Monika Gläsel Silva unternimmt Führungen in deutscher Sprache. Zu buchen unter guiamonika@hotmail.com. Weiterlesen